Spielbericht
  
1. FC Germania 08 Forchheim - FC Wichsenstein II
3:5 (2:3)
10. Spieltag 2010/2011 der A-Klasse Erlangen-Pegnitzgrund 5
Samstag, 2. Oktober 2010, 16 Uhr
Germania-Stadion Forchheim
1. FC Germania 08 Forchheim |
Startaufstellung: 18 Sascha Reichert - 8 Matthias Löster - 7 Georgios Papadopoulos, 14 Michael Wölfel - 6 Christian Seer, 2 Christoph Seyschab (C) - 5 Sascha Meßbacher, 10 Patrick Hinz, 4 Emanuel Papadopoulos - 11 Andeson da Costa Silva, 13 Marcel Schöttner
Wechsel: 9 Nino Uzelino für 13 Marcel Schöttner (34.), 3 Daniel Bretfeld für 8 Matthias Löster (54.), 15 Philipp Bläsing für 6 Christian Seer (60.), 8 Matthias Löster für 7 Georgios Papadopoulos (77.)
Trainer: Alexander Hitzler
Co-Trainer: Andreas Tschorn
Betreuerin: Martina Voormeer
FC Wichsenstein II |
Startaufstellung: 1 Benjamin Dötzer - 3 Stephan Frauenknecht - 2 Dominik Distler, 7 Manuel Müller (C), 4 Jan Brütting - 6 Andras Deak, 9 Emrah Deniz - 11 Daniel Striegel, 10 Thomas Brütting, 5 Matthias Maier - 8 Viktor Gotman
Wechsel: 12 Dominik Worofsky für 6 Andras Deak (46.), 13 Philipp Megisch für 11 Daniel Striegel (46.), 6 Andras Deak für 8 Viktor Gotman (57.), 11 Daniel Striegel für 10 Thomas Brütting (72.), 8 Viktor Gotman für 11 Daniel Striegel (76.)
Spielertrainer: Manuel Müller
Betreuer: Armin Schüpferling
Statistik |
Tore: 1:0 Marcel Schöttner (3.), 1:1 Matthias Löster (Eigentor, 22.), 1:2 Viktor Gotman (26.), 1:3 Viktor Gotman (37.), 2:3 Nino Uzelino (41.), 3:3 Nino Uzelino (48.), 3:4 Matthias Maier (77.), 3:5 Emrah Deniz (90.)
Gelbe Karten: Matthias Maier (Meckern, 11.), Georgios Papadopoulos (Unsportlichkeit, 45.), Emrah Deniz (Unsportlichkeit, 45.), Christian Seer (Foulspiel, 60.), Emanuel Papadopoulos (Foulspiel, 69.)
Schiedsrichter: Christian Kunzelmann (Höchstadt an der Aisch, SpVgg Etzelskirchen 1967)
Zuschauer: 50
Bericht |
Mit 3:5 (2:3) verlor die Germania das Kellerduell gegen den bisher punktlosen Tabellenletzten FC Wichsenstein II. Vor diesmal nur 50 Zuschauern ging die Germania zum ersten Mal seit langer Zeit als Favorit in ein Spiel. Im Programmheft zum Spiel wurde gefragt, ob die Germania schon reif genug ist, um diese Rolle annehmen und den dritten Sieg einfahren zu können. Nein, sie war es nicht.
Überall im Germania-Umfeld wurde vorher nur über die Höhe des Sieges diskutiert. Nicht allerdings darüber, dass man auch gegen einen Tabellenletzten alles aus sich herausholen muss, um zu gewinnen. So wie gegen Mittelehrenbach und in Gräfenberg. Stattdessen verließ sich auf dem Spielfeld jeder auf seine Mitspieler und bei jeder Gelegenheit wurde sich gegenseitig angeschnauzt. Von Zusammenhalt keine Spur. Die Wichsensteiner Kreisliga-Reserve, bei der fünf Akteure mitwirkten, die in dieser Saison schon in der 1. Mannschaft eingesetzt wurden, überzeugte hingegen mit einem kämpferischen Siegeswillen und einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Sicher, man kann den Sieg von Wichsenstein als glücklich bezeichnen. Aber aufgrund des im Gegensatz zur Heimelf viel größeren Einsatzes wurde er erzwungen und war somit verdient.
Spielertrainer Alexander Hitzler verzichtete heute auf einen Selbsteinsatz. Die Position des erkrankten Mannschaftskapitäns Andreas Thiel nahm Christoph Seyschab ein. Matthias Löster war erstmals Libero. Auch Benjamin Neuert fehlte. Dafür absolvierten Emanuel Papadopoulos und Christian Seer ihr erstes Punktspiel in dieser Saison. Der FC Wichsenstein II begann in Unterzahl. Andras Deak kam erst in der 6. Minute auf das Feld. Das kurzzeitige Überzahlspiel konnte die Germania ausnutzen: Marcel Schöttner traf in der 3. Spielminute zum 1:0.
Georgios Papadopoulos schoss knapp über die Querlatte (8.) und Patrick Hinz nach einem Pass von Marcel Schöttner knapp am linken Pfosten vorbei (13.). Somit verpassten sie auch eine sehr frühe Vorentscheidung zugunsten der Germania. Dazwischen sah der Wichsensteiner Matthias Maier wegen Meckerns die Gelbe Karte. Er hatte offenbar ein Problem damit, der Aufforderung des Schiedsrichters nachzukommen, seinen Ohrring zu entfernen (11.). Mit einem Eigentor von Matthias Löster kam Wichsenstein zum überraschenden Ausgleich (22.). Andras Deak hatte drei Minuten später sogar die Chance zur Führung. Sein Schuss ging aber knapp rechts vorbei (25.).
Eine Minute später gab Andras Deak aber eine entscheidende Flanke: Viktor Gotman sorgte mit einem Doppelschlag für die Wichsensteiner Führung zum 1:2 bzw. 1:3 (26., 37.). Aber dem sieben Minuten zuvor eingewechselten Nino Uzelino gelang nach einer Flanke von Andeson da Costa Silva der Anschlusstreffer zum 2:3-Pausenstand (41.). Der erste Spielabschnitt endete mit Gelben Karten für Georgios Papadopoulos und Emrah Deniz, die sich gegenseitig verbal angingen (45.). Laute Worte gebrauchte auch Spielertrainer Alexander Hitzler in der Halbzeit. Seine berechtigte Pausenansprache war wohl in ganz Forchheim zu hören.
Danach sah es zumindest phasenweise so aus, als nehme sich seine Mannschaft die Worte zu Herzen. Sie trat nun kämpferischer und geschlossener auf. Erneut Nino Uzelino schaffte kurz nach dem Wiederanpfiff den 3:3-Ausgleich (48.). Nach einem Foul an Dominik Worofsky sah Christian Seer die Gelbe Karte (60.). Ebenso Emanuel Papadopoulos nach einem Foul an Thomas Brütting (69.). Die Härte schien nichts zu nützen: Matthias Maier traf zum 3:4 (77.). Das erneute Ausgleichstor von Emanuel Papadopoulos im direkten Gegenzug wurde wegen Abseits abgepfiffen (78.).
Die Germania drängte nun mit aller Macht auf den Ausgleich. Doch unmittelbar vor dem Abpfiff gelang Emrah Deniz mit einem Konter der 3:5-Endstand und somit der erste Sieg der Wichsensteiner Kreisliga-Reserve (90.). Die Wichsensteiner haben die Rote Laterne nun an den DJK-FC Schlaifhausen 1963 II weitergegeben. Die Germania ist vom 10. auf den 12. Tabellenplatz abgerutscht. Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen ist mit fünf Punkten allerdings unverändert. Nun warten auf die Germania die schweren Partien gegen die Spitzenteams ATSV Forchheim und SV Bieberbach 1949.
Fotos |

















































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